{"id":2218,"date":"2023-02-10T15:13:10","date_gmt":"2023-02-10T15:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/nvs-al.ch\/?p=2218"},"modified":"2023-02-10T15:13:10","modified_gmt":"2023-02-10T15:13:10","slug":"ein-tierisch-spannendes-jahr-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nvs-al.ch\/?p=2218","title":{"rendered":"Ein tierisch-spannendes Jahr 2022"},"content":{"rendered":"<h5>Traurig hat das Jahr angefangen. Im Januar, beim Ausr\u00e4umen der Nistk\u00e4sten bin ich auf ein Meisennest mit 4 Eiern und einem Skelett gestossen. Wahrscheinlich ist das Weibchen w\u00e4hrend der Brut aus welchem Grund auch immer zu Tode gekommen. (der letzte Sommer war extrem kalt und nass)<br \/>\nEnde Februar finde ich zwei schlafende Kr\u00f6ten unter im Garten stehenden Blument\u00f6pfen, vorsichtig stelle ich sie zur\u00fcck.<br \/>\nIm April ging\u2018s dann wieder los mit der Auswilderung der in der Pflegestation \u00fcberwinterten Igel. Zum Gl\u00fcck habe ich wieder f\u00fcr alle Pl\u00e4tze gefunden bei lieben Tierfreunden in geeigneter Umgebung die bereit sind noch einige Zeit zu f\u00fcttern, bis sich die stacheligen Gesellen in der neuen Umgebung zurecht finden.<br \/>\nIm eigenen Garten ist \u201emein\u201c Igel erwacht und freut sich jeden Abend \u00fcber etwas Katzenfutter, bis er dann verschwindet und sich erst im August wieder blicken l\u00e4sst.<br \/>\nAb Mai konnte ich mich an einem Forschungsprojekt (ProNatura, SVS, Naturmuseum) mit Spurentunnel beteiligen. \u00dcber mehrere Wochen habe ich die Tunnels betreut, Spuren von Haselnussliebhabern gesammelt und protokolliert. Nun warte ich gespannt auf die Auswertung. Bei meinen Rundg\u00e4ngen durch W\u00e4lder, Unterholz und B\u00e4chen entlang habe ich unz\u00e4hlige Spuren entdeckt, Dachsbauten von denen ich bisher nicht wusste, beinah bin ich \u00fcber einen Fuchssch\u00e4del gestolpert \u2013 diesen habe ich mir mittels Fotos vom Naturmuseum Frauenfeld bestimmen lassen.<br \/>\nDie Jagdsaison ist er\u00f6ffnet. Meine Blumenbeete sehen aus wie Emmentaler, eine Maus treib ihr Unwesen. Sicher noch jene die im Februar frech durch die Balkont\u00fcr geguckt hat \u2013 ach wie herzig. Reihenweise fallen meine Blumen um, erst alles was Zwiebeln hat, dann jene mit Pfahlwurzeln. Der lila Mohn wird 5 cm \u00fcber Boden abgeknabbert, 30 cm neben der Pflanze ist ein Loch, mit unterirdischem Gang zur Wurzel, und schwupps \u2013 verschwinden die verbliebenen Pflanzenstiele samt Wurzel w\u00e4hrend die entwurzelte Blume langsam dahinwelkt. Da wackelt und zittert der Flox obwohl kein L\u00fcftchen weht, mit Giesskanne bewaffnet suche ich das Loch, aber der verfressene Nager hat mich kommen h\u00f6ren. Ein kleiner Rest des Wurzelstocks kann ich grade noch retten und in einen Topf pflanzen. Nat\u00fcrlich komme ich immer zu sp\u00e4t um den Dieb zu vertreiben. Bei den Blumen ist es nicht geblieben, Zucchetti und einige meiner K\u00fcrbisse mussten ebenfalls dran glauben. Eine Lebendfalle mit R\u00fcebli hat das M\u00e4usetier ignoriert und ich resigniert.<br \/>\nIm eigenen Garten beobachte ich lange Zeit den Blauschillernden Grillenj\u00e4ger, eine Grabwespe. Auch verschiedene Schmetterlinge sind in diesem heissen und trockenen Sommer wieder vermehrt da. Die Raupen des Schwalbenschwanzes, \u00fcbrigens wahre Akrobaten, werden jeden Tag fetter und gr\u00f6sser, w\u00e4hrend mein Fenchel bald krautlos und in die H\u00f6he geschossen kahl im Beet steht. Die blaue Holzbiene ist f\u00fcr kurze Zeit zu Gast und labt sich am liebsten an den weissen L\u00f6wenm\u00e4ulchen und weissen Wicken. Eine Kr\u00f6te besucht mich fast jeden Abend auf dem Sitzplatz, und Ende Juni krabbeln pl\u00f6tzlich mehrere Jungchr\u00f6ttli im feuchten Schatten der Minze durch\u2018s Teebeet. Im August treffe ich sie wieder, ordentlich gewachsen, im Farn beim Igelgarten wo sie sich wahrscheinlich im moosigen Boden eingraben werden f\u00fcr den Winter.<br \/>\nBis in den Herbst hinein bleibt es extrem trocken, meine Wasserstellen sind gut besucht und m\u00fcssen regelm\u00e4ssig gereinigt werden, auch etwas Katzenfutter war den ganzen Sommer \u00fcber parat, das Erdgetier hat sich tief eingegraben, der Boden war hart, sodass mancherorts Igel halbverhungert auch tags\u00fcber auf Nahrungssuche waren. So langsam wird es Zeit die Str\u00e4ucher zu stutzen und abends kommt wieder ein Igel regelm\u00e4ssig, wohl zur Erinnerung dass das Schnittgut auf dem Asthaufen besser angelegt ist als geschreddert im Kompost. Trotz vorhandener, gut gepolsterter Igelh\u00e4user zieht er den Asthaufen vor. Ab Oktober ist der Teller in der Futterkiste jeden Morgen leer und sieh an, da ist noch ein zweiter Gast. Eines Morgens um F\u00fcnf sehe ich ihn eben noch verschwinden unter dem Transportw\u00e4geli im Carport. Ob es derselbe ist, welcher letzten Winter dort geschlafen hat? Eigentlich wollte ich ihn umplatzieren, aber schlussendlich hat sein Stursinn gesiegt.<br \/>\nPl\u00f6tzlich sind die V\u00f6gel in Scharen da, fr\u00fch waren die Str\u00e4ucher an Waldr\u00e4ndern und am See leerger\u00e4umt und nun innert 3 Tagen sind meine Str\u00e4ucher kahl. Es sind auffallend viele kleine Meisen aus einer wahrscheinlich 3. Brut. Zeit das Futterh\u00e4uschen zu montieren und Meisenkn\u00f6del zu basteln. W\u00e4hrend ich den milden November geniesse, kann ich doch immer noch Kopfsalat und letzte Peperoni ernten, finden meine stacheligen Freunde keine Winterruhe und m\u00fcssen weiter gef\u00fcttert werden. Zum Gl\u00fcck hat es inzwischen ausgiebig geregnet, sodass, sollte der Winter dann kommen alles gut eingeschwemmt ist und ich kann die Wassertr\u00f6ge leeren. Die Gelegenheit haben wir (NVS-AL) auch noch genutzt unsere B\u00e4che in Altnau zu pflegen. Serbelnde Str\u00e4ucher haben wir ersetzt, am Seebach neu Kopfweiden gepflanzt und im Laubacker die Blacken ausgestochen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traurig hat das Jahr angefangen. Im Januar, beim Ausr\u00e4umen der Nistk\u00e4sten bin ich auf ein Meisennest mit 4 Eiern und einem Skelett gestossen. Wahrscheinlich ist das Weibchen w\u00e4hrend der Brut aus welchem Grund auch immer zu Tode gekommen. (der letzte Sommer war extrem kalt und nass) Ende Februar finde ich\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/nvs-al.ch\/?p=2218\"><span>Weiterlesen<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-2218","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beobachtungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2218"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2218\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2219,"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2218\/revisions\/2219"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nvs-al.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}